Vom Steinbachtal

Ein Katzenbaby kommt ins Haus

 

Im neuen Zuhause angekommen:

Wenn Sie zu Hause ankommen, stellen Sie den Katzenkorb in die Nähe (mit der Öffnung des Korbes) des Katzenklos. Stellen Sie dem Baby mit etwas Abstand zum Katzenklo ausnahmsweise für die ersten 1 - 2 Tage etwas Wasser und etwas zum Fressen in die Nähe des Transportkorbes.  Das Katzenbaby muß vom Transportkorb aus, sowohl das Klo wie auch das Wasser und das Fressen sehen können.

Öffnen Sie die Tür des Transportkorbes und gehen Sie Ihrer ganz normalen Tätigkeit nach undf- beachten Sie das Baby überhaupt nicht. Ich weiß es ist schwer, aber je weniger Sie das Baby beachten, um so schneller kommt es aus dem Transportkorb. Es muß die neue Umgebung erkunden und sich neu einfinden. Wenn Sie vor lauter Freude, dass es den ersten Schritt aus den Korb rauswagt, direkt auf das Baby zustürzen wird es zurück in den Transportkorb eilen und die ganze Prozedur dauert eventuell einige Tage länger. Es kann passieren, dass das Baby 1 bis auch schon mal 2 Tage im Katzenkorb sitzen bleibt und nur in der Nacht, wenn alle schlafen alles erkundet und auch aufs Klo geht. Es kann aber auch sein, dass es schon nach kurzer Zeit den Korb verläßt. Bitte trotzdem nicht beachten und es einfach auf die Suche gehen lassen. Das Baby kommt ganz von allein auf Sie zu. Bewegen Sie sich ruhig und langsam auf die Katze zu. Streicheln Sie sie, wenn sie dann kommt zuerst am Rücken und am Bauch. Katzen mögen grundsätzlich nicht eine Hand vor den Augen haben, dann flüchten sie.

 

Schlafplatz:

Katzen haben unterschiedliche Schlafplätze - das kann auf dem Sofa, auf dem Fußboden, in Ihrem Bett, auf dem Schrank, oder, oder, oder sein. Trotzdem brauchen Sie einen Kratzbaum mit einer Schlafmulde. Die Größe des Kratzbaumes spielt nicht unbedingt eine Rolle - er sollte nur eine Schlafmulde und einen Stamm zum Wetzen der Krallen haben.

 

Zum Katzenklo und Katzenstreu:

Das Katzenklo sollte an einem ruhigen, aber gut zugänglichen Ort stehen - auf gar keinem Fall unter dem Eßtisch. Vielleicht haben Sie in Ihrem Bad ein kleines Ecken. Bei Hausbesitzern ist natürlich ein ständig katzenbegehbarer Keller schön.

Wenn Katzen unsauber werden liegt es daran, dass das Katzenklo an der falschen Stelle steht und das Baby traut sich dann dort nicht rein.

Wählen Sie das Katzenklo lieber etwas größer - denn das Baby wächst noch. Das größte Klo ist gerade gut genug.

Lassen Sie in der ersten Zeit die Schwingtür noch ab, wenn Sie sie überhaupt einhängen, denn kleine Babykatzen haben noch nicht die Kraft die Schwingtür zu bewegen und dann gehen sie dort nicht rein.

Welches Streu Sie nehmen, bleibt Ihnen überlassen. Meine Babys kennen sowohl das feine Streu, wie auch das grobe. Allerdings sollte es Klumpstreu sein, da haben Sie als Mensch weniger Arbeit und das Klo stinkt weniger, was auch der Katze nutzt, denn Katzen sind sehr reinlich.

Tun Sie sich selbst und Ihrer Katze den Gefallen und nehmen Sie Klumpstreu. 1. hält es länger und  2. stinkt es auch nicht so sehr. Die Sorge, dass die Jungtiere es fressen würden und dann einen Darmverschluss bekommen ist unbegründet. Die Gefahr besteht nur in den ersten Tagen. Wenn sie das erste Mal ins Katzenklo gehen und noch nicht genau wissen, wozu es gebraucht wird. Außerdem macht es keinen Unterschied, ob es normales Katzenstreu oder Klumpstreu ist, wenn die Katzen es fressen würden, beides kann einen Darmverschluss hervorrufen.

Ganz besonders wichtig ist, wenn Sie Kinder haben, dass Sie diese anweisen, dass sie die Katze vollkommen in Ruhe lassen, wenn sie aufs Katzenklo geht, denn hat die Katze das Gefühl, dass sie nicht in Ruhe ihr Geschäft machen kann, wird sie unsauber und macht auch schon mal dahin, wo sie es bei einem ruhigen “Ortchen” nicht getan hätte.

 

Das Futter:

Solange das Baby ein Baby ist (bis zum Ende des 1. Lebensjahres) sollten Sie ihm oder ihr soviel zu fressen geben, wie es möchte, wobei es nicht unbedingt Kittenfutter sein muß. Hochwertige Futtersorten sind auch für Babys gut. Stellen Sie dem Baby, wenn es das mag ein Schälchen 40 % igen Quark mit zum Futternapf. Sie können den Quark auch mit etwas Dosenmilch (1 Teelöffel) verfeinern. Auch 1 x die Woche einen Esslöffel Speiseöl bringt ein schönes Fell.

Um die Haarballen, die durch das Putzen im Magen verbleiben und einen Darmverschluß auslösen können, sollten Sie das Baby an Katzengras bzw. an die Maltepaste gewöhnen. Katzenbabys, die aus meiner Zucht kommen, lieben sowohl das Gras als auch die Paste - so haben Sie die frei Wahl, was Sie nehmen möchten.

 

Darf die Katze ins Bett?

Ich bin dafür. Gerade die ersten Kontake schmiedet man meistens im Bett. Die Katze liebt die Körperwärme und die kuschelige Umgebung. Bei mir haben die Katzen von meinem ehemaligen Ehebett das 2. Bett übernommen und lieben es neben mir zu schlafen - und ich werde sanft in den Schlaf geschnurrt.

 

Soll man den Babys die Krallen schneiden?

Eindeutig NEIN!

Die Babys brauchen ihre Krallen - das Kratzen am Kratzbaum dient eigentlich zur Kommunikation. Mit dem Kratzen am Kratzbaum, was nur mit den Krallen geht, werden Duftstoffe freigegeben, die anderen Mitbewohnern signalisieren, dass dieser Kratzbaum zum Kratzen einlädt. Wenn Sie die Krallen schneiden oder schneiden lassen, kann das Baby auch nirgendwo mehr hochspringen, weil es die Krallen zum Festhalten braucht. Ich halte das für Tierquälerei.

Wann soll ich meine Katze kastrieren lassen?

So spät wie möglich, auch wenn die Tierärzte dafür plädieren, ab den 6., 7. Monat die Katze kastrieren zu lassen. Wenn Sie z. B. eine Britisch Kurzhaar Katze kaufen, die als Markenzeichen eine bärige Statur hat, dann haben Sie mit einer frühen Kastration sich das kleine Bärchen im wahrsten Sinne des Wortes zerschossen. Eine Katze bzw. ein Kater wächst 3 Jahre lang und braucht auch diese Zeit um die Rassestandards zu entwickeln. Bei zu früher Kastration z. B. eines Katers, können Sie sich auch eine Katze kaufen, denn dann bekommt der Kleine auf gar keinem Fall den runden Bärenkopf.

Mein Verein hat in der Satzung die Auflage, keine Katze vor dem 13. Lebensmonat zu kastrieren und das halte ich eigentlich noch für zu früh. Erst wenn der Kater selbst Zeichen gibt durch das ständige Maunzen an der Terrassentür, sollte man eine Kastration befürworten.

Darf eine Katze Milch trinken?

Ja, aber bitte nur laktosefreie Milch z. B. von Linus L. Selbst die Katzenmilch von Wiskas enthält, wenn auch reduziert, Lactose und davon bekommen die Kitten Durchfall. Die lactosefreie Milch schmeckt wie richtige Milch hat aber keine Nebenwirkungen wie Durchfall oder Blähungen und diese Milch  gibt es in jedem Supermarkt. Ansonsten sollte schon Wasser der Durstlöscher sein.

Wie oft soll die Katze gebürstet werden?

Da es ja keine Perserkatzen sind, reicht eigentlich 1 x die Woche. Es gibt spezielle Bürsten, die auch, ohne zu ziepen, die Unterwolle gleich mit ausdünnen, was beim Fellwechsel zwischen Sommer und Winter bzw. Winter und Sommer schon sehr hilfreich ist und der Katze gut tut.

Kann ich meine Katze zum Freigänger machen?

Eindeutig nein! Zumindest nicht die Katzen, die Sie von mir kaufen. Britisch Kurzhaarkatzen wurde weitestgehend abgezüchtet, dass sie nächtelang herumstreunen müssen. Ich ziehe meine Katzenbäbys mit viel Liebe und Fürsorge groß und möchte nicht, dass sie dann unkontrolliert herumstreunen mit so vielen Gefahren, die dort lauern. Meistens werden diese edlen Katzen von der Straße weggeklaut, überfahren oder holen sich lebensbedrohliche Krankheiten.